Zur Hauptnavigation springen Zum Hauptinhalt springen

10 Gründe gegen Atomkraft

Die Debatte für oder gegen Atomkraft ist neu entfacht. Hier nun 10 Gründe, warum Atomkraftwerke so schnell wie möglich abgeschaltet werden müssen.

1. Längere Laufzeiten in deutschen Atomkraftwerken machen den Strom nicht billiger, da die Preise an der Strombörse gehandelt werden. Zwar wird Strom in den abgeschriebenen Atommeilern tatsächlich billiger produziert, das wird aber auf keinen Fall an die Kunden weitergegeben, sondern fließt in die Konzerngewinne.

2. Atomstrom ist nicht ökologisch, denn es entsteht bei der Produktion das Klimagift Krypton 85 sowie Kohlendioxid. Atomkraftwerke helfen dem Klima also nicht. Wirklich sinnvoll ist es dagegen, den Stromverbrauch in Deutschland kräftig zu senken.

3. Deutschland als größte europäische Industrienation sollte vorbildlich handeln und rasch aus der Atomenergie aussteigen. Wie schon bei der Solarenergie orientieren sich andere Länder an der Energiepolitik Deutschlands. Denn es gilt: Nicht in der Atomenergie sondern im Ausbau Erneuerbarer Energien und der Entwicklung der Einsparmöglichkeiten liegen die lohnenden Arbeitsplätze der Zukunft und die Vorteile des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

4. Atomstrom ist nicht billiger als Strom aus alternativen Energien. Atomkraft wird jährlich mit zwei Milliarden Euro subventioniert. Es gibt keine volle Haftpflichtversicherung und die Atomkonzerne müssen keine ausreichenden und sicheren Rücklagen bilden für die Entsorgung des Atommülls. Gegenwärtig ist nur ein Bruchteil der zu erwartenden Schäden bei einem Super-GAU durch Versicherungen abgedeckt, nämlich weniger als ein Promille. Wenn das volle Risiko abgesichert würde, wäre die Versicherung unbezahlbar.

5. Atomkraft kann leicht durch Erneuerbare Energien ersetzt werden, denn auch als Grundlastkraftwerke sind sie verzichtbar. In manchen Bundesländern, z. B. Sachsen-Anhalt wird heute schon über 30 Prozent des Stroms mit Windkraft produziert. Atomkraft dagegen produziert nur 28 Prozent der Strommenge. Zur Ergänzung der Solar- und Windenergie können Gas- und Biomassekraftwerke eingesetzt werden.

6. Dadurch, dass Deutschland gegenwärtig Strom exportiert und die Erneuerbaren Energien immer besser und leistungsfähiger werden, muss niemand Angst haben, dass ohne Atomkraft die Lichter ausgehen oder dass Atomstrom importiert werden muss.

7. Atomkraft ist gefährlich für Mensch und Umwelt. Nicht nur der Super-GAU in Tschernobyl hat die Gefährlichkeit der Atomkraft gezeigt, sondern auch kleinere Störfälle in Brunsbüttel oder Krümmel. Außerdem emittieren Atomkraftwerke auch im normalen Betriebszustand radioaktive Strahlung. Die Häufigkeit von Krebserkrankungen, insbesondere bei Kindern, in der Umgebung von Atomkraftwerken ist signifikant höher als in Gebieten ohne AKW in der Nähe.

8. Die Technik kann so sicher gar nicht sein. Überall, wo Menschen arbeiten, werden auch Fehler gemacht. Die Auswirkungen dieser Fehler können den Tod Tausender bedeuten.

9. Weiterhin ungelöst ist das Problem mit dem Atommüll. Am Versuchsendlager Asse in Niedersachsen sollte erprobt werden, wie der Müll sicher entsorgt werden kann. Schon nach 30 Jahren läuft nun atomare Lauge aus und gefährdet Umwelt und Trinkwasser. Atommüll sollte eigentlich mehrere Millionen Jahre sicher lagern. Wie soll das bewerkstelligt werden, wenn man noch nicht mal 30 Jahre schafft? Hätte es in der letzten Eiszeit schon Atommüll gegeben, müssten wir heute noch über die Abfälle wachen. Bis heue wurden alleine 12.500.000 Kilogramm tödlich strahlender Kernbrennstoff erzeugt.

10. Atomkraft ist keine Zukunftstechnologie. Schon in wenigen Jahrzehnten wird es keine Uranvorräte mehr geben; spätestens dann muss auf alternative Energien ausgewichen werden. Außerdem werden weltweit jetzt nur 3 Prozent des Strombedarfs mit Atomenergie gedeckt. (fb)

 

 

Ökologisch-Demokratische Partei

ödp-Bundespressestelle

Erich-Weinert-Straße 134

10409 Berlin

030/ 49854050

presse@oedp.de

www.oedp.de

 

 

 


Die ÖDP Enz / Pforzheim verwendet Cookies, um diese Website Ihren Bedürfnissen anzupassen. Zu den Cookie-Nutzungsbestimmungen